Von der Freude des Entsorgens

Mit einem vollbepackten Auto fuhren wir heute morgen zu unserem Haus. Bücher und Herbstkleidung wollen verstaut sein.

Doch die wirkliche Herausforderung zeigt sich beim Räumen der Möbel. Alte Teppiche. Sperrholzplatten. Ein Schreibtisch, dessen Beine abfallen. Eine Kommode, deren Ecken abgewetzt sind und die leider aus billigem Material besteht. Ein hässlicher Bilderrahmen. Noch mehr Teppiche. Elektroschrott. Ein alter Mixer, der so aussieht, als ob das Anschliessen an den Strom gleich einen Funken verursachen würde. Ein Handwäschetrockner. Das Material zersetzt von all den Jahren, die er im Estrich verbrachte. Die alte Garderobe, die im Durchgang steht und den Platz versperrt. Wir schrauben sie auseinander. Der Weg ist frei.

Wir tragens runter in den Keller. Wir fangen an, das Auto zu füllen. Die Recycling-Firma ist ja zum Glück nur einige Minuten entfernt. 60kg kommen auf die Waage. 60 Kilogramm Möbel und Zeugs meiner Familie. Ich bin nicht traurig, dass es weg ist. Das Haus wird langsam leichter. Und mein Herz auch.

P.S. Für eine Autoladung Müll haben wir 15 Franken bezahlt.

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