Renovationsfreuden

Wir sind schon bald fünf Monate hier und haben uns im Haus eingelebt. Nun können wir (endlich) die nächsten Schritte zur endgültigen Entrümpelung planen.

Vor einigen Wochen passierte nämlich folgendes: in unserem Gerümpelkeller, wo noch ein altes Bett und ein zerschlagener Schrank lagern, rieselte gelber Staub von der Decke. Nachdem ich im Dezember im Boden meines Ateliers eingebrochen bin, hatte ich echt Angst, dass uns nun als nächstes gleich die Stube in den Keller einbricht.

Ein Rundgang mit dem Schreiner, der bereits mein Atelier renovierte, zeigte aber anderes auf. Offenbar halten die Balken. Offenbar ist das gelbe Geriesel Sand, der beim Bau des Hauses um 1839 als Isolationsmaterial verwendet wurde. Entwarnung.

Nun heisst es: entrümpeln. So vieles haben wir schon entsorgt. Die grossen Gegenstände hingegen, jede Menge bearbeitetes, altes Holz und das ganze Teppichlager, kommen in die Mulde. Am Freitag entrümpeln wir also zwei Kellerabteile, den Raum mit den Teppichresten sowie das Holz im Garten. Das bedeutet für mich: Spinnenphobie überwinden.

Erst nach der Räumungsaktion kann der Schreiner kommen und erst dann kriegen wir einen elektrischen Anschluss im Keller und können einen Tiefkühler kaufen. Ich bleibe gespannt.

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Haussorgen. Hausfreuden.

Vor einigen Tagen fand die Elektrizitäts-Sicherheitsprüfung in unserem Haus statt. Ich war gelinde gesagt unruhig.
Schliesslich ist diese unsere Hütte über 175 Jahre alt und ich war mir nicht sicher, ob die letzten 20 Jahre wirklich alles immer rund in Sachen Montage lief.

So kam denn am letzten Mittwoch auch die beruhigende Entwarnung. Nur Kleinigkeiten müssen erledigt werden. Das bedeutet: wir müssen nicht grade ein Vermögen in neue Leitungen investieren. Das beruhigt mit sehr.

Am selben Tag kam auch unser Schreiner vorbei. Uns war aufgefallen, dass im Keller immer wieder gelbes Pulver aus den Balken rinnt. Die Lösung war/ist einfach: Vor vielen Jahren wurde Sand (und viel anderer Plunder) als Isolationsmaterial zwischen die Balken gestopft. Die Balken im Wohnzimmer sind noch immer stabil.

Es ist ein seltsames Gefühl, jetzt hier in der Stube zu sitzen und zu wissen, dass unter meinen Füssen ein Gemisch aus Sand und Holz zwischen den Balken liegt. Dennoch fühle ich mich hier im Haus, trotz Hochwassern und Gewittern, sicher,

Gestern begann der eine Rosenstock zu blühen. Die Blüten sind von leuchtendem Pink. Es ist das erste Mal, dass ich sehe, wie schön er ist. Ich bin dankbar.