über die Gerechtigkeit

Manchmal frage ich mich, warum ich mir alles in meinem Leben so hart verdienen muss. Warum geht es immer schwer? Warum nicht beim ersten Mal einfach leicht?

Ich hielt mich immer für eine Optimistin. Aber im Moment bin ich das Gegenteil. Seit Monaten warte ich auf mein Haus. Seit mehreren Jahren geht meine Freizeit drauf. Ich räume, mähe, pflücke, wische. Aber nichts, was ich tue, hat einen Wert. Einen Sinn. Im Gegenteil. Es ist doch offensichtlich: als Frau darf ich für die Allgemeinheit, meine Verwandten arbeiten. Da wehrt sich niemand. Aber eine Gegenleistung einfordern kann ich nicht. Nicht mal auf den Kaufpreis des Hauses hat meine erbrachte Leistung einen Einfluss. Es ist viel eher so, dass sogar unbeteiligte Leute, wie zB. meine Schwester, plötzlich mitreden können.

Ich gebe Geld aus für Werkzeug, um die Wiesen und den Rasen mähen zu können. Zahlen dafür tut niemand, ausser ich. Meine Arbeit ist keinen Franken wert.

Ich verlange nicht einmal viel. Nur das Haus meiner Familie. Eine Perspektive.

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