Wieder Samstag.

Die Tage vergehen einfach so.
Es schneit wieder. Ich arbeite.
Es ist fast alles wie vorher.

Ich sehe etwas verquollen aus.
Meine Nächte sind schlecht.
Ich bin todmüde und schlafe sogar.
Doch jede Nacht kommen Albträume.
Nie träume ich von Omi.
Es sind tausend andere Dinge.

Meine Brust fühlt sich an, als wäre sie
aufgeschlitzt worden.
Mein Herz tut weh.
Beim Arbeiten vergesse ich den Schmerz.

Gestern sprachen wir mit dem Pfarrer.
Ich habe ein gutes Gefühl und bin auch – irgendwie –
getröstet.
Ich freue mich auf die Abdankungsfeier für Paula.

Die Kisten mit ihren Sachen stehen unausgepackt im kalten Zimmer.
Noch fehlt mir die Energie, den Dingen einen neuen Ort in meinem
Leben zu geben.

Für die Feier schreibe ich Omis Lebenslauf.
Ich bin froh, dass ich so viel aus ihrem Leben weiss.
Das ist ein Trost, besonders jetzt.
Für Omi stimmt das Ende unserer Geschichte.
Für mich nicht.