About

in diesem blog schreibt zora, 38, autorin, ex-thurgauerin jetzt toggenburgerin über ihre grossmutter paula, 88, toggenburgerin, ehemalige kioskfrau, witwe, und ihr eigenes leben im umgang mit demenz.

In diesem Blog schreibe ich über mein Leben mit Omi Paula und unserem Umgang mit ihrer Demenz. Omi Paula ist am 9. Januar mit 88 Jahren verstorben.

Email zoradebrunner@gmail.com

 

weihnachtsessen mit Paula 2013 (11)

 

Ich werde immer mal wieder gefragt, warum ich übers Thema Demenz schreibe. Der erste Blogbeitrag vom Oktober 2012 ist selbstredend.

Zur Facebookseite „Demenz für Anfänger“

Mein Schreibmotto:

Erinnern, das ist vielleicht die qualvollste Art des Vergessens und vielleicht die freundlichste Art der Linderung dieser Qual.

Erich Fried

9 Gedanken zu “About

  1. Hallo!
    Meine Mutter war auch an Demenz erkrankt. Den Moment, in dem sie mich zum ersten Mal fragte, wer ich denn sei, werde ich wohl nie vergessen. Auch wenn es sehr weh tut im ersten Moment, ist es dann aber tatsächlich am besten, die Menschen niemals zu korrigieren. Jedesmal, wenn ich es tat, war sie furchtbar traurig und auch entsetzt darüber, daß sie „so etwas“ getan hatte bzw. ihr das passiert war. Ich habe beruflich auch mit dementen Menschen zu tun und kann inzwischen auch wegen der Erahrung, die ich mit meiner Mutter gemacht habe, ein klein wenig gelassener mit dieser Erkrankung umgehen. Wichtig ist, daß du gut für dich selber sorgst und dich entlasten läßt durch deine „Firewall“ – das ist so viel wert!
    Ich finde es ganz anrührendl, daß und wie du in deinem blog darüber schreibst, wie du es erlebst und wie du damit umgehst! Öffentlichkeit ist auch ein Weg, das Vergessen zu akzeptieren und damit leben zu lernen!
    Ich wünsche dir alles Gute!
    Liebe Grüße, Ulrike

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  2. Hallo Zora,
    ich kann nicht anders, als Dir zu schreiben, nachdem ich diese Auszüge Deines Lebes gelesen habe. Du hast und machst sehr viel mit und fühlst Dich dabei machtlos und….
    Ich weiß nicht, wie soll ich es in Kurzform sagen? Überhaupt sagen?
    Ich will Dich auch nicht bedrängen, Dir nichts aufschwatzen…aber so gerne Mut machen und Dir helfen, mit dem was ich gefunden habe, vor allem den Frieden und die Zuversicht in mir und das nicht per Verstand oder Büchern, Erzählungen.., sondern aus der Erfahrung heraus.
    Du sollst und brauchst auch nicht mir glauben, Du kannst die Erfahrung selber machen, in dem Du selbst hinterfragst, direkt…, wie ich es einst tat!
    Vielleicht ahnst Du es schon, aber es ist weit weg aller Religion, die man per Verstand annehmen kann oder verwerfen, es ist Gott, Jesus selbst, den ich in meinem Herzen und meiner Seele erfuhr, als ich die meisten meiner Schicksalsschläge erfahren hatte, um bei dem letzten zusammenzubrechen, als mein Baby starb an mehreren Mißbildungen, ich Krebs drauf zu bekam und einen Gott da oben oder wie ich ihn aus dem Religionsunterrichtet noch kannte oder aus Zwangskirchgängen, kennengelernt hatte, anklagte, dem ich mit ca. 15 Jahren abschwor, weil ich ihn nicht verstand, wenn es ihn gäbe.
    Mein Krebs wurde ohne ärztliche Hilfe dann geheilt und ich bekam ein weiteres Kind…..
    In diesen vielen Jahren, ca. 20 seitdem, habe ich so manches Leben sich verändern sehen, bei denen ich erzählte von Jesus oder sogar mit ihnen betete. Menschen wurden gesund, von Süchten geheilt, von Zwängen oder aber sie fanden Frieden und Kraft.. vor allem eine neue Perspektive über Gott u. den Teufel, über das Paradies, das man inmitten aller Trübsal bereits in dieser Welt erleben kann, als auch den Glauben an eine Ewigkeit, über den Tod hinaus…
    Das würde ich Dir so gerne wünschen, ohne Dich dahin schwatzen zu wollen, aber mir blieb ja nichts anderes übrig, als dann in Kurzform genau darüber dann zu erzählen, wie auch immer Du entscheidest, damit umzugehen.

    Falls Du es jemals aufgreifen willst, diesen Versuch zu erfahren…. ich habe damals einfach mit Jesus geredet, so wie mit jedem anderen Menschen auch. Ihm meine Verzweiflung gebracht, meine Ohnmacht, meine Wut, meine Verletzungen.. Ihn gebeten bewußte und unbewußte Fehler meinerseits und die meiner Familie gleich mit, zu vergeben und mein Leben in die Hand zu nehmen zukünftig.
    Das war der erste Tag eines neuen Lebens.
    Mehr könnte ich Dir schreiben, aber es würde zu lang hier und ich weiß ja auch nicht, ob erwünscht. Ich wollte nur von Herzen Dir diesen Tipp anbieten, so wie man andere Medizin oder Hilfen anbieten würde.
    Ich hoffe, Du bist nicht böse.
    Aber gerade Tod, ist mein Thema ja, dort die große Parallele zwischen uns…
    Weiß nicht, hast Du Youtube? Bestimmt. Falls Du magst, dort gibt es ein kurzes Video nur in Sprache von christianmediafund, welches heißt: Weißt du, wer dich liebt?
    Das ist mein Lieblingsvideo…
    Ich wünsche Dir für Deinen weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute und Gottes Segen.
    Herzlichst, S. Ricklefs

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  3. …ein wunderbarer Blog und dann haben wir auch noch etwas gemeinsam. Mein Geburtstermin sollte auch der 07.07.1977 sein. Werde mir heute Abend mal so richtig Zeit nehmen, den Rest Deiner Geschichten zu lesen. Ich freue mich schon darauf! Einen ganz lieben Gruß in den Rest der Woche.

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  4. Ich finde es sehr schön, dass hier solch ein Thema verarbeitest. Hätte ich das mal früher gesehen. Meine Oma war auch an Demenz erkrankt und es war eine schwierige Zeit, vor allem für meine Mutter.

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  5. Ich bin nicht so der „Vergangenheits-Mensch“. Ich lebe im Hier und Jetzt und denke, das Leben spielt sich hier ab. Erinnerung ist aber wichtig. An so vieles. Denn damit lebt es weiter. Und einiges braucht man weiter am und im Leben.

    Ab und an ertappe ich mich in letzter Zeit, mich in Erinnerungen zu finden. Und zu schwelgen. Und es ist schön. Aber: Das Leben ist trotzdem hier. Und jetzt.

    Ich bin noch nicht ganz sicher, wie ich das alles für mich löse. Aber ich lese immer gerne deine Weise.

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    1. Liebe Sandra, mir geht es nicht anders als dir. Ich will mich gerne nach vorne orientieren, aber ich bemerke auch, dass ich meine Gefühle und meine Verbundenheit zu meinen Familienmitgliedern, auch wenn sie nicht mehr leben, stark spüre. Omis letzte Worte begleiten mich: „Warum bist du denn traurig?“ Jeder Tag hat eine andere Antwort parat und das Ziel ist wohl, zu sagen: Das Leben geht weiter. Schön, warst du da. ❤

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      1. Ich habe keine Familie. Das macht es vielleicht schwer. Ich war so das schwarze Schaf. Das hat man ausgegrenzt. Alle Andock-Versuche scheiterten. So bleiben meine Eltern. Die sind toll. Wundervoll. Aber auch mit allem, was man sich so an Themen vorstellen könnte. Verdränge ich? Zum Teil wohl. Ich beneide alle um Familien, die funktionier(t)en. Zum Glück leide ich nicht mehr.

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