Märzenfreude

Bald lebe ich einen Monat hier im „mittleren“ Toggenburg. Es gefällt mir ausgesprochen gut, auch wenn es im Februar bitterkalt war. Das schöne Wetter und die Ruhe um unser Haus sind erholsam. Die grossen Eiszapfen haben mich genauso erfreut wie damals, als ich noch ein kleines Mädchen war.

Noch immer stehen viele Kisten unausgepackt in den Abstellkammern herum. Es nervt mich. Aber ich habe jetzt keine Zeit dafür. Der Schnee taut langsam. Es hat noch immer grosse Mengen davon ums Haus.

Manchmal strahlt die Mittagssonne in die Stube. Dann legt sich die Katze aufs Sofa und geniesst die Strahlen. Ich habe so viele Pläne, was ich als nächstes tun will: da sind die grossen Steine vor dem Atelier, die ich im Garten verteilen will. Mein selbstgemalter Thurgauer Löwe aus Gips braucht einen Platz mit Übersicht.

Stattdessen lag ich diese Woche grippegeplagt auf dem Sofa. Mit einem Mal schmilzt der Schnee unsäglich langsam. Das tut nur bei Ungeduldigen und Menschen, die keine Zeit haben.

Am Freitag gab Sascha unsere Wohnung im Thurgau ab. Das sind achtzehn Jahre meines Lebens in einem Haus, die ich letzte Woche hinter mir liess. Doch die Zeit lässt sich nicht abstreifen und nicht abgeben. Sie begleitet einen auf Schritt und Tritt.

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