Umzugswehen

Der Zügeltermin rückt immer näher. Die Schachteln türmen sich in unserer Wohnung und ich ärgere mich über mich selbst, wie viel Zeugs man in 18 Jahren anhäufen kann.

Bücher. Spiele. Meine alten Plüschtiere.
Meine Schreibsachen. Und, oh Wunder: meine ersten Schreibversuche, fein abgelegt in Bundesordnern. Liebesgeschichten. Krimis. In mehr oder weniger krakeliger Schrift. Meine Tagebücher. Bestimmt 20 Stück. Meine Zeichnungen und Bilder. Dann wären da auch noch meine Apfelharasse, die im Estrich stehen. Brauchen viel Platz und sind super praktisch.

Viel hab ich in den letzten Jahren schon ausgemistet. Die Kleider meiner Mutter. Alte Kochtöpfe. Zeitschriften. Bücher, die ich nie lesen werde. Doch es muss noch viel mehr weg.

Weil ich nicht weiss, obs Schnee gibt im Februar, habe ich eine Zügelfirma angestellt. Das Gespräch am Telephon war beruhigend. Ich soll mir keine Sorgen machen. Alles kommt gut. Der Mann versteht sein Geschäft. Ich vertraue ihm.

Umziehen bedeutet wohl auch so eine Art Lebensbilanz. Rückblick und Ausschau. Wo will ich hin? Welchen Ballast werde ich jetzt los?

Die Katze geniesst die Unordnung und die vielen Kisten. Sie ist so neugierig. Ich habe beschlossen, mir an ihr ein Vorbild zu nehmen.

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Ein Gedanke zu “Umzugswehen

  1. Das kenne ich gut. Es ist wie ein neuer Lebensabschnitt irgend wie tut es weh wegzuziehen und andererseits herscht auch Freude und Angst an einem neuen Ort zusein. Sobald das ganze zügeln vorbei ist die Wohnung eingerichtet ist es fast so als wäre man schon länger da.

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