Was wird sein?

Heute abend fand mein Adventsfenster statt. Das Fenster war nicht der Rede wert. Ich hatte keine Zeit und Lust, gross zu basteln. Ich wollte stattdessen vorlesen.

Während die Gäste in unserer Stube sitzen, wird mir bewusst, dass dies das letzte Mal sein wird, dass ich im Thurgau ein kleines Fest veranstalte. In einigen Wochen ziehen wir hier weg.

Wir reden. Normalerweise bin ich nicht so der Gesprächsmensch. Die Themen sind vielschichtig. Wir sprechen über Tod und Leben. Nichts, was man einfach so an einem oberflächlichen Ort besprechen würde. Ich bin dankbar für all die Begegnungen und die Menschen, die ich hier im Thurgau kennen lernen durfte.

Ich pendle zwischen mehreren Welten. Da ist unsere Wohnung, die sich langsam leert. Wer jahrelang am gleichen Ort lebt, hinterlässt Müll. Wir werden viele unserer Möbel weggeben. Nur den grossen Tisch, das Harmonium und unser Bett werden wir mitnehmen. Alles andere kommt weg. Ich sortiere Kleinigkeiten aus. Bücher, die ich nie mehr lesen werde.

Und dann ist da das Haus im Toggenburg. Wir renovieren. Wir freuen uns einfach nur, dass es da ist. Ich schleife die Wände meines Büros ab. Es ist ein Gefühl, das unbeschreiblich ist. Unser Haus. Unsere Zukunft.

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