Übers Toggenburg

Ein wenig erscheint mir mein Toggenburg wie ein fernes Irland. Es ist rauh. Die Menschen sprechen eine scharfe Sprache. Trotzdem ist es in den Häusern drinnen warm.

Mitte November. Die Luft wird kälter. Der Martinisommer hat mich das ganze Wochenende lang mit Sonne verwöhnt. Ich möchte fürs Leben gern in Sonnenbrille und Wolldecke gehüllt auf unserer Terrasse auf dem Liegestuhl liegen.

Ein wenig Respekt habe ich schon vor der baldigen neuen Lebenssituation. Die Winterabende meiner Kindheit, wenn mir von den Zehen her der Kuhnagel wuchs, sind mir unvergessen. Zudem ist es schon komisch, mit meinem Freund im ehemaligen Schlafzimmer meiner Oma und meiner Urgrosseltern zu schlafen.

Doch dann denke ich, dass seit 175 Jahren die Bewohner dieses Hauses in diesen Räumen leben und ich die Ehre habe, ebenfalls dort den Rest meines Lebens zu verbringen.

2012 war der Winter besonders schlimm. Ich war so froh, dass Omi Paula nicht mehr im Haus lebte. Der viele Schnee, die Kälte, hätte ihr schwer zu schaffen gemacht. Ich hoffe sehr, dass dieser Winter mild wird, damit wir in Ruhe unsere Sachen zügeln können. Meinetwegen kanns ab März Katzen hageln.

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Ein Gedanke zu “Übers Toggenburg

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