Staubflocken und kleine Schritte

Der Tag abseits von zuhause hat mir gut getan. Der Blick auf den Hallwilersee, feines Essen und wohlschmeckender Wein haben mich abgelenkt von meinen aktuellen Sorgen.

Es gilt, nach vorne zu schauen. Es gibt soviel zu tun!
Falls morgen Montag klar wird, ob wir mit der Bank ins Geschäft kommen, werde ich in meinen Ferien im Oktober endlich mit der endgültigen Räumung des Hauses anfangen können.

Ich kann, solange mir das Haus nicht gehört, nicht einfach Omi Paulas Sachen wegschmeissen. Am liebsten würde ich alles verschenken in der Hoffnung, dass all ihre guten Gedanken auch andere Menschen befruchten würden. Aber wer hat schon Interesse an Möbeln aus den 50er und 60er Jahren?

Gestern wusste ich mit einem Mal, wo ich anfangen muss, zu ordnen. Zuerst muss das Gästezimmer hergerichtet werden. Omi nannte es immer „das Zimmerli“. Es ist irgendwie das hellste, aber auch das kleinste Zimmer. Ich will es putzen, die Möbel rausnehmen, das Bett aus dem ersten Stock raufholen. Alle Decken entstauben! Die Staubflocken sollen tanzen!

Ich möchte Bilder aufhängen. Den Vorraum weiss streichen. Die Vorhänge waschen.

Gestern war Svens Todestag. Vielleicht gelingt es mir in den nächsten Jahren, an seinem Todestag den Aufbruch zu erkennen. Nicht mehr an seinen Tod denken, sondern daran, wie ich mir 2014 überlegt habe, welche Schritte ich als nächstes tue, wie ich leben will.

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