die sache mit den medis

paula ist seit vielen jahren herzkrank. sie kriegt medis, was sie ausgesprochen doof findet.

jeden morgen kommt eine spitexfrau vorbei und schaut zu, wie paula ihre herztabletten schluckt. paula hält ihr jedes mal einen vortrag, was für eine verschwendung von zeit und geld es sei, dass die pflegerin ihr zuschauen muss, wie sie eine tablette schluckt. aus paulas warte scheint dies mehr als nur zu stimmen.

allerdings gibt es da noch eine andere seite.

vor ca. fünf jahren hatte paula eine gesundheitliche krise, in welcher sie schliesslich zuliess, dass ihr hilfe in form der spitex zuteil wurde. diese pflegerin hat jeweils unter anleitung von paula den haushalt gemacht aufgeräumt und – in paulas vorratsschrank geschaut.

der guten frau muss das herz still gestanden sein.

paula hat wohl über längere zeit brav ihre medis genommen und bei jeder untersuchung, bei der ihr hausarzt sie fragte, ob sie noch medis brauchen könnte, mit ja geantwortet. x angefangene packungen standen rum. nicht einmal mir hat sie die gezeigt. jedenfalls ging die pflegerin mit zur nächsten untersuchung und gab die tabletten zurück, sehr zum unwillen von paula, die sich über den finanziellen verlust ärgerte und meinte, dass man diese doch noch hätte brauchen können.

mittlerweile kriegt paula ihre medis im dosette vorgesetzt. das ist sicherer für die nerven aller beteiligten.

 

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